Frauenseminar: Selbstverteidigungskurs

Veranstaltet vom Gehörlosen-Sportverband Rheinland-Pfalz e.V. in Zusammenarbeit mit dem GSV Neuwied fand am Samstag, 09. Mai 2009, im Clubheim für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied Selbstverteidigungskurs Frauen statt.
13 sehr interessierte motivierte Frauen waren gekommen um zu lernen, wie sie sich selbst verteidigen können.
Herr Josef Schoop, Chef Kampfkunstakademie Asbach, und sein Assistent, Alexander Chenouda, führten durch das Seminar, das von Frau Kathrin Becker gedolmetscht wurde.
Auch Johannes Bildhauer, 1. Vorsitzender Gehörlosen-Sportverband Rheinland-Pfalz, ließ sich nicht nehmen, auf einen Besuch vorbeizukommen, um die Kursteilnehmerinnen zu begrüßen und wünschte allen viel Erfolg.

Kathrin Becker - Josef Schoop - Alexander Chenouda - Johannes Bildhauer
Zu Beginn wurde den Teilnehmerinnen von Herrn Schoop erklärt, wie sie schon vor einem Angriff gefährliche Situationen erkennen können und diesen dann aus dem Weg gehen, damit es gar nicht erst zu einem Kampf kommt. Wachsamkeit ist immer sehr wichtig.
Eindrucksvoll zeigte Herr Schoop mit seinem Assistenten an verschiedenen Beispielen wie Frauen einen Angriff abwehren und sich verteidigen können. Hier kommt es nicht auf Kraft sondern auf Technik an. In akuten Gefahrensituationen sollen Frauen versuchen nicht in Panik zu geraten. Sie sollten einem Angreifer locker und ohne Hektik begegnen. Nur so können sie einen Angriff mit den erlernten Techniken besser abwehren. Frauen müssen ihre eigene Hemmschwelle überwinden und dürfen Reine Angst haben, den Angreifer zu verletzen. Immer muss die eigene Gesundheit und Unversehrtheit im Vordergrund stehen.
Die Teilnehmerinnen übten miteinander aber auch mit Herrn Schoop und Herrn Chenouda. Hierbei gab es viel zu lachen, dennoch nahmen alle die Übungen ernst.
Nach einem leckeren Mittagessen zur Stärkung, das Bettina und Frank Hay mit Unterstützung von Dorothea Richter vorbereitet hatten, ging es nach der eineinhalbstündigen Mittagspause weiter.
Wieder waren alle voll Aufmerksamkeit dabei. Die insgesamt vier Seminarstunden vergingen sehr schnell. Gerne hätten viele noch mehr über Selbstverteidigung erfahren aber die Zeit war leider um.
Im Anschluss nutzten die an das Seminar Frauen noch die Gelegenheit sich über das neu Gelernte bei einer Tasse Kaffee zu unterhalten.
Abschließend gebührt ein Dank an Miriam Rohr und Frank Hay, die für die örtliche Organisation zuständig waren, um das Seminar zu realisieren.
Text: Petra Walter, Fotos: Dorothea Richter